Das Poststüberl beim Hirzinger in Söllhuben erwies sich wieder einmal als gemütlicher Rahmen für unseren diesjährigen Flottenabend Chiemsee-Simssee. Am 15. November 2019 versammelten sich 25 Flottenmitglieder, um die Ereignisse der vergangenen Segelsaison noch einmal Revue passieren zu lassen und um die Aktiven zu ehren.

Erster Eindruck bei der Ankunft im Hafen des Augsburger Segelclubs am Ammersee: Da ist ja überhaupt nichts los. Die beiden Stege beinahe leergeräumt, nur ein paar vereinzelte Boote hängen in den Boxen.

Das Ehepaar Charlotte und Thomas vom Berge, Chiemsee Yacht Club, hat bei der diesjährigen Chiemsee-Meisterschaft in der Gruppe Einheitsklassen mit seinem H-Boot GER 1374 einen hervorragenden Ersten gemacht. In der Gesamtliste erreichten die beiden Platz 9 unter insgesamt 55 vollgewerteten Teilnehmern, das sind Starter, die an mindestens fünf der sieben veranstalteten Wettfahrten teilgenommen haben. Die Berge-Crew ist sogar bei allen sieben Langstrecken-Regatten an den Start gegangen und hat die H-Boot-Flotte Chiemsee-Simssee bravourös vertreten. Nur zur Statisik: Über Alles waren 208 Boote wenigstens einmal beteiligt, das ist nach meinem Wissen eine Rekodzahl.

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Ob heute wohl fünf Wettfahrten gehen würden, das fragte Frithjof Ohin, der Wettfahrtleiter der diesjährigen Harrasser Kanne, und das "Urgestein" der CYC Wettfahrtleiter, Hans Vogt sen., antwortete wie üblich: "Jetzt fängst mal mit der ersten an, dann sehen wir weiter". Den Begriff "Urgestein" hatte Hannes Hubert-Reh vorher in der Skipperbesprechung geprägt.

Wer früher als Regattasegler an den Gardasee kam und nach dem Wind fragte, der war sofort als Greenhorn identifiziert: In der Früh kam der Nordwind - für Einheimische Pelèr, für alle anderen Vento - und um halb zwölf gab es Südwind, die Ora. Basta. Das ist heute nur noch selten so.