Das Poststüberl beim Hirzinger in Söllhuben erwies sich wieder einmal als gemütlicher Rahmen für unseren diesjährigen Flottenabend Chiemsee-Simssee. Am 15. November 2019 versammelten sich 25 Flottenmitglieder, um die Ereignisse der vergangenen Segelsaison noch einmal Revue passieren zu lassen und um die Aktiven zu ehren.

In seinem Rückblick erzählte Fips Ullherr von den Regatten, die die Mitglieder unserer Flotten besucht haben: vom Traunsee, zu dem vor allem die Simsseer ein besonders intensives Verhältnis pflegen, vom Bodensee und vom Starnberger See, von der IDM am Ammersee und vom Alpenpokal am Gardasee, dem seit mehr als dreißig Jahren gepflegten Ziel der Süddeutschen.

Mit ganz besonderer Liebe erzählte er aber von der H-Boot Trophy auf der Fraueninsel. Hier hatte es im Vorfeld das nicht lösbare Problem ergeben, dass der Chiemsee Yacht Club zum gleichen Termin sein Blaues Band im Rahmen der Chiemsee Meisterschaft veranstaltete und einige Eigner aus Loyalität zu ihrem Club diese Langstrecke einem Start bei den Fraueninslern vorzogen. So kam es zu nur zwölf Meldungen, von denen dann auch noch zwei wegen Krankheit/Unfall zurückgezogen wurden. Damit gingen am Ende nur zehn Boote zu dieser Regatta an den Start, von der Fips sagte, sie sei für ihn das größte Highlight jeder Regattasaison. Das war die Stelle, an der Dirk Stadler am heftigsten nickte.

Der harte Kern versammelt sich bereits am Freitag vor der Veranstaltung auf der Insel, um beim gastfreundlichen Wassersportverein schon mal den Einstand zu feiern. „Getränkewart“ Ullherr ist für den flüssigen Nachschub und für die Brotzeit verantwortlich. Nach ausgiebigem Feiern wird entweder in einer der Pensionen oder im mitgebrachten Wohnmobil (eine besondere Attraktion), im Schiff oder, wenn der Heimweg gar zu beschwerlich ist, auf der Wiese neben dem Clubhaus genächtigt. Anderntags wird dann gesegelt und am Abend werden die frischen Renkenfilets von Fischermeister Thomas Lex verspeist. Insgesamt eine Aufforderung an alle Aktiven, 2020 die Insel zu besuchen, zumal dann keine Terminüberschneidungen drohen.

Die Harrasser Kanne war mit 15 Booten ordentlich besucht und machte viel Spaß. Wettfahrtleiter Frithjof Ohin brachte mit seiner Mannschaft die fünf Wettfahrten zügig über die Runden, eine ähnliche Geschwindigkeit hätte man sich am Abend von der Gastronomie auch gewünscht.

Wie es besser geht, zeigt dann zum Saisonende der Segler- und Ruderclub Simssee. Dieser familiär geführte Verein, bei dem die Mitglieder sowohl auf dem Wasser als auch an Land immer parat stehen, brachte nicht nur drei der ausgeschriebenen Wettfahrten in die Wertung, sondern überraschte auch die 15 gestarteten Crews am Abend mit einem Hendl-Grill. Wienerwald am Simssee sozusagen. Eine besondere Leistung des Präsidenten dieses Clubs: Sieben von neun vorhandenen H-Booten waren am Start, gäbe es am Chiemsee eine ähnliche Beteiligung, was wäre das für ein Gedränge.

Für die Flottenmeisterschaft werden die drei Ranglisten-Regatten an den beiden Seen gewertet, wobei das schlechteste Ergebnis gestrichen wird. Flottenmeister 2019 wurde Dirk Stadler (SRS) mit seiner Crew, gefolgt von Fips Ullherr (CYC) und Martin Köhle (CYC). Insgesamt waren 16 Mannschaften wenigstens einmal am Start, davon acht vom Simssee und ebenfalls acht vom Chiemsee (sieben vom CYC).

Eine besondere Beachtung verdiente sich das Ehepaar Charlotte und Thomas vom Berge. Sie wurden bei der Chiemsee-Meisterschaft in der Gruppe Einheitsklasse nach sechs Wettfahrten Erste und vertraten das H-Boot damit hervorragend. Frank Heine vom SRV war dreimal dabei,  Martin Dobritz, YCU, Carl-Heinz Feller, Sepp Fink, Franz Obermaier und Dirk Schulte (alles CYC) je einmal.

 

Wenn wir auswärtige Aktive an unsere Reviere bringen wollen, müssen wir auch selbst dorthin reisen. Deshalb werden jedes Jahr die „Reisemeister“ besonders geehrt. Am fleißigsten war wieder einmal Dirk Stadler mit wechselnden Mannschaften, er hat sein Boot 13 Mal aus dem Wasser genommen und ist bei fremden Clubs angetreten. Besonders gefreut haben wir uns über die Aktivitäten von Johann Dinzenhofer, der sieben Mal unterwegs war. Dann folgten Hans Reile(6), Fips Ullherr (5), Hans Haberstock und Martin Köhle (beide 4) sowie Rasso Klein und Harry Klottig je einmal. So schön diese Aktivitäten sind, an einer Stelle war Dirk Stadler zu recht unzufrieden: Zu der Simsseer Regatta war gerade mal ein Boot vom Chiemsee gekommen, das dürfe sich so nicht fortsetzen.

Regatta-Ergebnisse auf manage2sail, Flottenmeisterschaft auf „Ergebnisse“.

Zu den Formalien: Die Kasse ist so etwa ausgeglichen, Martin Köhle bat aber um mehr Spenden, weil es doch knapp herging. Die Führung der Flotte bleicht unverändert: Fips Ullherr, Revierobmann, Hans Reile, Simssee, und Martin Köhle, stv.

mak