Der Artikel kommt etwas spät, ich weiß. Ich habe auch so viele Ausreden, dass allein damit ein kompletter Artikel zu bestreiten wäre. Also lassen wir das.

Begonnen hat die Saison 2017 für uns mit zwei Trainings, eines am Simssee, an dem die dortige Flotte unter Leitung von Dirk Stadler praktisch geschlossen teilnahm. Und ein zweites am Chiemsee unter Leitung von Peter Zauner (und nicht zu vergessen: unter Mithilfe seiner Freundin), an dem insgesamt sieben Boote und einige Einzelkämpfer teilnahmen. Hier (nur) die Steuerleute: Carl-Heinz Feller, Frank Heine, Anja Kohlmann, Martin Köhle, Günther Miehlich, Monika Volmer und Fips Ullherr. Besonders gefreut haben wir uns über die „Neulinge“ Heine, Kohlmann, Miehlich und Volmer. Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Training findet Ihr auf unserer Homepage unter Tipps und Tricks.

Die ersten Regatten, die Flottenmitglieder besuchten, waren die H-Boot-Kanne des YCSS (Ullherr 4., Stadler 9. und Reile 10.) und der Rambeckpreis, ebenfalls Starnberger See (Stadler 4.). Die Österreichische Staatsmeisterschaft gehört ja schon beinahe zu unserem Flottenprogramm, auch wenn wir heuer nur mit drei Booten teilnahmen (Ullherr 6., Köhle 12. und Stadler 13.)

Dann kam der König-Ludwig-Pokal in Breitbrunn mit ungewöhnlichen Windverhältnissen. Am Samstag war Flaute, das war noch normal. Am Sonntagmorgen stand dann aber ein kräftiger Westwind, der sich draußen als böiger Starkwind entpuppte. Von den zwölf gemeldeten Mannschaften blieben sechs vom Start fern, teilweise wegen Materialproblemen, teilweise, weil sie sich für so viel Wind noch nicht gerüstet fühlten – eine verantwortungsbewusste Entscheidung der Crews. Da die notwendige Mindeststarterzahl von zehn nicht zustande kam, zählt die 2017er Breitbrunner Regatta nicht als Rangliste. Gewonnen hat das Ganze nach drei Wettfahrten die Ullherr-Crew, es folgten die Mannschaften Reile, Dinzenhofer, Krause, Steil, Köhle (der - auf dem zweiten Platz liegend - aus Frust ob der „Leistungen“ der Wettfahrtleitung nach Hause fuhr) und Kohlmann. Siehe www.scbc.de.

Das darauffolgende Wochenende fand 13 Boote auf der Fraueninsel zur dortigen H-Boot-Trophy, heuer als Bavarian open mit erhöhtem Faktor 1,25 ausgeschrieben. Nach einem flautigen Samstag, der aber harmonisch mit den hervorragenden Renkenfilets von Thomas Lex und der Gastfreundschaft des WVF zu Ende ging, konnten dann am Sonntag doch noch zwei Wettfahrten über die Bühne gebracht werden. Gesamtsieger wurde die Stadler-Crew vor den Mannschaften von Peter Zauner, Knut Viehweger, Fips Ullherr und Hannes Heinz. Es folgten Björn Lewerenz, Martin Köhle, Hans Reile, Hans Zölls, Johann Dinzenhofer, Harry Klottig,  Frank Heine und Michael Naschold. Die Ergebnisliste unter www.wvf-chiemsee.de

Wenn man diese  Ergebnisliste liest, dann stellt man erfreut fest, dass  vier Boote vom Simssee am Start waren, und betrübt,  dass es nur drei vom Chiemsee waren, und dabei erzählen wir immer, wie toll es auf der Insel ist – was ja auch stimmt.

In den folgenden Wochen waren noch mehrfach Flottenmitglieder auf fremden Revieren unterwegs und hatten dort viel Spaß: beim Alpenpokal am Gardasee (Dirk Stadler als 3., Fips Ullherr 6. und Martin Köhle 10.), am Tegernsee (Hans Reile 4. und Johann Dinzenhofer 11.), selbst im Norden bei der Warnemünder Woche (Stadler 8.) und der Dänischen Meisterschaft (Stadler 15.) war die Flotte vertreten. Allerdings reisen immer nur wenige und immer die gleichen. Die Daheimgebliebenen wissen gar nicht, was ihnen an Segelspaß entgeht.

Jetzt kommt die Harrasser Kanne im Chiemsee Yacht Club und da ist es in erster Linie an den H-Boot-Eigner des Chiemsees, diese traditionsreiche Serie zu einem großen Erfolg zu machen. Also meldet bald.

 

mak